Dienstag: the Day off
Dienstag ist mein freier Tag. Heute konnte ich am frühen Morgen etwas Donner und einen Regenschauer erleben - das kommt hier wahrscheinlich nur selten vor. Gegen Mittag sind wir trotzdem zur Range gefahren und haben uns die Stages angeschaut, die wir Mittwoch ab 06:30 Uhr schießen werden. Bei der Gelegenheit haben wir uns mit unseren PDP Steel Frame vor dem Welcome-Banner fotografieren lassen.
Machtmunition
Wenn man zu einer EM oder WM mit dem Flieger anreist, stellt sich immer die Frage nach der Munition. Grundsätzlich dürfen je Person maximal 5 kg Muniton im Flugzeug transportiert werden, das sind je nach Geschoss 350-400 Schuss. Eine EM mit 24 Stages hat etwa 460, eine WM mit 30 Stages 580 Schuss, das reicht also in keinem Fall. Das Regelwerk sieht hierfür vor, dass vor Ort Matchmunition angeboten wird. Das ist ein profitables Zusatzgeschäft für die Veranstalter, hier kosten 100 Schuss 9 Para 147 gr. RN Minor 440€. Das nimmt man natürlich in Kauf, weil es erstens selten andere Optionen gibt und es in der Gesamtkosten einer solchen Veranstaltung auf zusätzliche 200€ auch nicht ankommt.
Die WM findet aus der Range von Frontier statt, das ist ein großer südafrikanischer Geschosshersteller. Auf dem Gelände stehen auch die Fertigungshallen, anscheinend wird hier auch die Munition fabriziert. Wenn man seine Matchmunition am Schalter abholt, sieht man hinter den Sichtblenden die typisch blauen Dillon Hülsenbehälter - und die Lademaschinen laufen! Ich habe aber noch keine Information, welche Lademaschinen hier laufen. Beim Abholen am Samstag habe ich wie viele andere nur die Hälfte der bestellten 147 gr. Matchmunition bekommen, den Rest habe ich mir Montag abholen können. Das ist einfach peinlich, weil die Bestellungen schon seit vielen Wochen vorliegen. Es gibt leider zunehmend Berichte über teilweise schlechte Qualität der Matchmunition: schlechtes Crimpen, zu lange Setzlängen (was zur Delaborierung beim Eintladen führt), fehlende oder schiefe Zündhütchen. Einem belgischen Schützen ist beim Testschießen seiner .40 S&W wahrscheinlich wegen einer Doppelladung die Pistole stark beschädigt worden. Aus der Persepektive von Teilnehmern, die sich seit Jahren auf die WM vorbreiten, viel und (kosten-)intensiv trainieren und unter dem Strich einige Tausend Euro für die Reise ausgeben, ist das eine Katastrophe.
Die nächste WM findet 2029 in talien im Großraum Gardasee statt - hier können wir mit dem PKW anreisen und haben weder Probleme mit der Munition noch dem Waffentransport.
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